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Aktuelles » Wir waren mit Erich Kästner in Berlin
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Mal wieder eine Pflichtlektüre!!!

Erich Kästner - ist das nicht der mit "Emil und die Detektive" und "Das doppelte Lottchen"? Wir lesen also ein Kinderbuch?!

Nein, nicht ganz.

Die diesjährige Abilektüre war aber mit "Fabian" eine Satire, die unter anderem der Grund dafür war, dass Hitler Kästners Werke zu den entarteten Büchern zählte und sie damit der Bücherverbrennung zum Opfer fielen.

Warum Kästners "Fabian" so anstößig für das NS-Regime war und was Berlin damit zu tun hat, haben die Schülerinnen und Schüler der BGT17TM in einer Ausstellung zusammengetragen, die in der Aula der WvSS ausgestellt war.

"Fabian - Die Geschichte eines Moralisten" ist eine Satire auf die damalige Zeit und ihren wilden und z. T. scheinheiligen Lebensstil in Zeiten der Weltwirtschaftskrise.

Viele Aspekte eignen sich für eine Betrachtung:

Wer war Erich Kästner?

Was ist Satire?

Was darf Satire?

Kann ich auch eine Satire schreiben? Gibt es da besondere Stilmittel?

Was passiert in den Geschichten mit den seltsamen Tieteln wie "In der Kinderkaserne"? Hat das mit den Bücherverbrennungen zu tun?

Welche Typen Frau stellt der Roman dar und passt das noch zu heutigen Frauentypen?

Wie endet der Roman? Lässt sich das auch spielen?

Wo sind die in Fabian genannten Orte in Berlin?

Warum wurde auch der Zeichner von den Bildergeschichten "Vater und Sohn" und Freund Kästners ein Opfer der Nazis? Was kann eine Karikatur auslösen? Kann ich auch eine politische Karikatur zeichnen?

All das haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse BGT17TM versucht, in eine Stadtführung und eine Ausstellung zu fassen.

   

 

Da liegt die Entscheidung nahe, sie live umzusetzen. Deshalb sind wir am 1. und 2. Juli zusammen mit der IT-Klasse nach Berlin gereist, um Kästner "auf die Straße zu bringen".

Auf dem Platz der Bücherverbrennung betrachten wir das Denkmal im Boden: leere Bücherregale.

                     

Hier erklärten Thorben und Jannik, woran die Nazis "entartete Kunst" erkannten und was damals Publikationen durften und was nicht.

Den rechten Bären haben wir fotografiert, als wir auf dem Wannsee nach Kladow gefahren sind - vorbei am Haus der Wannseekonferenz, wo Hitler die Deportation der NS-Opfer koordinierte.

Quelle: GHWK

Natürlich kamen wir auch an anderen historischen Plätzen in Berlin vorbei:

 

   

Brandenburger Tor                                                 An der Spree mit Blick auf den Fernsehturm.

Von einer Brücke ist "Fabian" schließlich in den Tod gesprungen, da er einen Jungen retten wollte, aber selbst nicht schwimmen konnte. Das hatten Schüler ebenso nachgestellt wie den Tod von "Labude", dessen tragischer Auslöser eine "Verarschung" durch einen Mitarbeiter seiner Universität war. Auch diesen Ort haben wir besucht.

Es war eine historische Wanderung durch Kästners Leben, Werk und die deutsche Geschichte.

Das war Pflichtlektüre mal anders.

 

[gök]

 

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